Kategorie: social

Telekom-Vorstand Claudia Nemat plant für die Zeit nach dem Smartphone

von Jens Twiehaus


Das nächste Internet: Bei der Telekom machen sie sich Gedanken über einen undenkbaren Zustand – das Leben ohne Smartphone. Vorstand Claudia Nemat sinniert in der „FAS“, dass wir in zehn Jahren keines mehr brauchen, weil das Internet überall drin steckt. Sie forscht mit dem Optik-Unternehmen Zeiss an vernetzten Brillen und will schnelles 5G-Netz aufspannen, um die stetig wachsenden Datenmengen durchzuschleusen.

Datenbrillen kann sich Nemat auf den Nasen vieler Arbeitnehmer vorstellen. Mit Stewardessen testet die Telekom den Einsatz: Sie haben für den Service die Hände frei, sehen aber, dass der Passagier vor ihnen Englisch spricht und ein laktosefreies Essen wünscht. Auch bei Chirurgen im OP werden solche Gesichtscomputer schon eingesetzt. Neben den Brillen haben es auch die Drohnen Nemat angetan: Sie glaubt an eine rasante Zunahme des unbemannten Verkehrs, einen deshalb steigenden Bedarf an ultraschnellen Drahtlos-Verbindungen und an viele Probleme – die Telekom arbeite eng mit der Deutschen Flugsicherung.

So visionär die Physikerin Nemat im Job über Technologie spricht, so zurückhaltend ist sie privat. Siri und Alexa, Systeme von US-Konzernen, schlägt sie aus Prinzip die Haustür vor der Nase zu. Soziale Medien nutzt sie privat gar nicht und mit ihren Kindern macht sie Magnet-Experimente. Nur für intelligente Kleidung kann sich Nemat auch privat begeistern – aber wohl nur, wenn sie mit der unternehmenseigenen Magenta Cloud in Kontakt steht. (Foto: Andreas Gebert / Picture Alliance)
„FAS“, S. 25, blendle.com (Paid)

Quelle: http://www.turi2.de/aktuell/telekom-vorstand-claudia-nemat-plant-fuer-die-zeit-nach-dem-smartphone/

Smarte Lautsprecher als Spione: Fakten und Alternativen

 

Quelle: futurezone.at

Smarte Lautsprecher als Spione: Fakten und Alternativen

Smarte Lautsprecher und Sprachassistenten wie Amazon Echo und Google Home sammeln Daten: Was damit passiert, wer davon profitiert und was es für Alternativen gibt.

Autor: Mag. Barbara Wimmer

Symbolbild. Ein Amazon Echo Dot.

 
Symbolbild. Ein Amazon Echo Dot. – Foto: AP/Elaine Thompson
 

Bis zu 56,3 Millionen smarte Lautsprecher Google Home und Amazon Echo sollen laut Marktforscher Canalys 2018 verkauft werden. Mehr als zwölf Millionen davon sollen zu Weihnachten weltweit verschenkt worden sein. Damit werden smarte Lautsprecher, die man per Sprache herumkommandieren kann, zur am stärksten wachsenden Produktkategorie im Bereich „Consumer Electronics“ – nicht zuletzt aufgrund von gut platzierter TV-Werbung und zu Aktionszwecken reduzierten Preisen.

Während für die einen die neuen Sprachassistenten hauptsächlich mehr Bequemlichkeit ins Wohnzimmer bringen, sind es für Datenschützer hingegen Spione. „Intelligente Sprachassistenten, die ihre Umgebung ständig belauschen, sind aus Sicht des Datenschutzes kritisch zu bewerten“, sagt dazu etwa die deutsche Datenschutzbeauftragte, Andrea Voßhoff.

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Foto: AP/Elaine Thompson

Amazon Echo wurde in Österreich vergangenes Jahr mit dem „Big Brother Award“ ausgezeichnet. „Amazon verfolgt ein gruseliges Firmenziel: Sie möchten an jeder Transaktion, die weltweit gemacht wird, einen Anteil haben.“ Echo sei ein „Spion im Wohnzimmer, der das private Echo in die Cloud übertrage“, lautete die Begründung.

 

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Der überwachte Mensch zensiert sich selbst

Der Hacker-Kongress des Chaos Computer Club diskutiert über „Social Cooling“: Wie wir unser Leben angesichts drohender Totalüberwachung einschränken.

Von Jannis Brühl und Hakan Tanriverdi, Leipzig

Die brave Bürgerin aus den USA beschlich das Gefühl, einen Fehler gemacht zu haben. Sie hatte sich auf dem Kurznachrichtendienst Twitter kritisch über das Finanzamt geäußert. Aber – werten die Finanzbeamten öffentliche Daten aus? Und entscheiden dann, wen sie einer Steuerprüfung unterziehen? Sicherheitshalber löschte sie ihren Beitrag.

Der niederländische Datenschutz-Aktivist Tijmen Schep erzählte die Anekdote auf der Bühne des 34. Jahreskongresses des Chaos Computer Club (CCC) in Leipzig. Auf dem größten Hackertreffen Europas waren solche Formen der Selbstzensur, die Schep „Social Cooling“ nennt, ein wiederkehrendes Thema. Die großen Datensammlungen und die Möglichkeiten, sie algorithmisch auszuwerten, beeinflussen das Verhalten der gesamten Gesellschaft.

Das Bewusstsein, dass die Datenpools der sozialen Medien, Verkaufsportale und Überwachungsinstrumente der Behörden Auswirkungen aufs eigene Leben haben könnten, legt sich wie digitaler Raureif über die Gesellschaften. Dieser soziale Druck führt im Big-Data-Zeitalter sowohl zur Selbstzensur, als auch zu einer verminderten Risikobereitschaft.

Schep sieht „Social Cooling“ als direkte Auswirkung des Geschäftsmodells der Überwachung. Gedanken werden nicht mehr in Handlungen umgesetzt, sondern tiefgefroren, sagte er: „Ich könnte darauf klicken, aber es könnte nicht gut aussehen. Jemand, der mich überwacht, könnte es sehen, deshalb zögere ich.“ Er nannte als messbares Beispiel, dass Wikipedia-Nutzer nach den Snowden-Enthüllungen den Eintrag zu „Terrorismus“ seltener aufriefen – ein Überwacher hätte ja falsche Schlüsse ziehen können.

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Religion: Wer glaubt, wird selig

Für die einen ist es ein nicht wegzudenkender Teil ihres Lebens für andere ein Hirngespinst: der Glaube an Gott. Daten zeigen, wer eine Religion ausübt, lebt zufriedener.

 
Religion: Die Ausübung einer Religion macht zufrieden. Das beschränkt sich in Deutschland mittlerweile nicht nur auf den christlichen Glauben. Auch im Buddhismus finden Menschen hierzulande Erfüllung.
Die Ausübung einer Religion macht zufrieden. Das beschränkt sich in Deutschland mittlerweile nicht nur auf den christlichen Glauben. Auch im Buddhismus finden Menschen hierzulande Erfüllung. © imageBROKER/Frederik/Imago

Wenn er sich vorstellt, sagt er, er heiße Trung Dao. Doch eigentlich ist sein Name Klaus. Klaus ist Rentner, Typ Mallorca-Tourist: braun gebrannt mit grauem Haar, weißes Poloshirt, weiße Tennissocken. Doch an seinem Hals glitzert kein Goldkettchen, sondern helle Holzperlen – eine buddhistische Gebetskette. „Mir ging es noch nie so gut wie in den letzten vier Jahren, seit ich Buddhismus praktiziere. Das erfüllt mich einfach“, sagt er. Auf seinen buddhistischen Namen ist er besonders stolz. Trung Dao sei ein ehrwürdiger Name und bedeutet so viel wie „der gute Weg Buddhas“. Und dieser Weg ist Klaus‘ Weg zu sich selbst.

Die Ausübung einer Religion macht zufrieden – nicht nur Klaus, sondern viele Deutsche. Wie die Zahlen des Sozio-oekonomischen Panels zeigen, sind Menschen, die ihre Religion ausüben, eher mit ihrem Leben zufrieden als andere. 67 Prozent derer, die jede Woche in die Kirche gehen oder eine andere religiöse Veranstaltung besuchen, gaben in der Befragung eine hohe Lebenszufriedenheit an. Bei Menschen, die nie in die Kirche, in die Moschee oder in die Synagoge gehen, sind das nur rund 54 Prozent. Zwar ist der Besuch von religiösen Veranstaltungen nicht das einzige Merkmal eines religiösen Lebens, aber es ist doch ein wichtiger Indikator.

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Synchronisieren von Firefox mit Nextcloud

Mittels dem eingebauten Sync-Feature in Firefox lassen sich bequem alle Daten mit seiner Nextcloud geräteübergreifend synchronisieren.
  • Add-ons
  • Lesezeichen
  • Passwörter
  • Einstellungen
  • Chronik
  • Tabs

Dazu wechselt man zu Einstellungen > Sync und wählt Firefox-Sync einrichten

  • im erscheinenden Dialog Ich habe ein Benutzerkonto wählen, danach Ich habe das Gerät nicht bei mir
  • nun ausfüllen:
    • Benutzerkonto (siehe Nextcloud > Persönlich > Mozilla Sync > Email)
    • Passwort (des Nextcloud-Accounts)
    • Server: Eigenen Server verwenden…
    • URL eingeben (siehe Nextcloud > Persönlich > Mozilla Sync)
    • Wiederherstellungs-Schlüssel
    • beim Button „Sync-Einstellungen“ wählen, was und wie synchronisiert werden soll

 

Workaround für Firefox 29 und größer

Da Mozilla seit Version 29 keinen eigenen Sync-Server mehr zulässt, sondern möchte dass man den Mozilla-Sync-Server benutzt (worfür sie berechtigter weise viel Kritik einstecken mussten) muss man folgenden Workaround durchführen:

  • die ownCloud-App „Mozilla Sync“ muss mind. in der Version 1.4 installiert sein
  • in Firefox about:config in der Adressleiste eingeben und Hinweis bestätigen
  • den String services.sync.tokenServerURI suchen und als Wert die URL eingeben (siehe ownCloud > Persönlich > Mozilla-Sync). Falls nicht vorhanden, mittels rechter Maustaste zufügen
  • den String services.sync.username suchen und als Wert irgendetwas ohne Klammeraffe eingeben (zB xxx). Falls nicht vorhanden, mittels rechter Maustaste zufügen
  • direkt zu Einstellungen > Sync wechseln und Firefox-Sync einrichten auswählen

    Quelle: https://blog.virtualweb.at/synchronisieren-von-firefox-mit-nextcloud-lesezeichen-passwoerter

Die unerwartete Revolution in Unternehmen

Die unerwartete Revolution in Unternehmen | Günther Wagner | Pulse | LinkedIn

Der Industriekonzern Thyssen-Krupp, das Technologieunternehmen Siemens und die Deutsche Telekom baten Peter Bostelmann, tätig bei SAP, um Unterstützung.[1] Doch was tut Bostelmann konkret, was für diese Konzerne und andere Unternehmen so interessant ist?

Mindfulnesspraxis

Peter Bostelmann war ein effizienter Zahlenmensch und ist heute „Director of SAP Global Mindfulness Practice“, sprich Achtsamkeitsdirektor. Er ist hauptberuflich dafür zuständig, SAP-MitarbeiterInnen weltweit beizubringen, wie man richtig entspannt – das glatte Gegenteil von dem, was die Silicon-Valley-Kultur nach außen hin ausmacht. Anfangs gab es Skepsis, doch dann hat sich die Achtsamkeitspraxis im Konzern zu einem Flächenbrand ausgeweitet. Das Programm ist fünf Jahre alt, und 5500 SAP-MitarbeiterInnen stehen auf Wunsch auf der Meditations-Warteliste. Bostelmann wird von 24 TrainerInnen und 50 BotschafterInnen an 20 Standorten unterstützt.[2]

Bei SAP beginnen viele Meetings jetzt mit einer Minute Atmen – Erdung, wie Bostelmann es nennt .[3]

Es muss einen Grund geben, warum dieses Training bei MitarbeiterInnen, wie auch beim Management so gut ankommt. Eine Studie von SAP zeigt sehr transparent, dass die durch das Achtsamkeitstraining geschulten MitarbeiterInnen seltener krank sind, engagierter, fokussierter, kreativer arbeiten und mit ihren Vorgesetzten besser klar kommen, im Vergleich zu jenen, die dieses Achtsamkeitstraining nicht absolviert haben.[4] Auch die Studie des drittgrößten amerikanischen Krankenversicherers Aetna konnte belegen, dass mit Hilfe von Meditation im Arbeitsalltag die Krankheitskosten um 7 Prozent gedrückt werden können.[5]

Bostelmann orientierte sich mit seinem Mindfulnesstraining an Chade-Meng Tan, der bei Google das Achtsamkeits-Programm „Search Inside Yourself“ eingeführt hat. Tan´s Programm besteht aus drei Schritten:[6]

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Morgenroutine: So zünden Sie in der Frühe den Produktivitätsturbo

Morgenroutine: So zünden Sie in der Frühe den Produktivitätsturbo | Sebastian Berblinger | Pulse | LinkedIn

Morgenroutinen helfen Managern, ihre Ziele besser und schneller zu erreichen. Mit den täglichen Ritualen kommen sie leichter in den Tag und können das Beste aus ihm herausholen. Tipps, von denen bereits angehende Führungskräfte profitieren können.

Was sind Morgenroutinen?

Haben Sie schon einmal darüber nachgedacht, dass die Art und Weise, wie Sie Ihren Tag starten, eine enorme Auswirkung darauf hat, wie er verläuft? Wer morgens schon kurz nach dem Aufwachen gestresst und genervt ist, wird dies auch für den Rest des Tages sein. Keine gute Basis für große Entscheidungen!

Doch das ist leider allzu oft Realität: Der Wecker bimmelt einen schrill aus dem Bett, danach geht’s rasch unter die kalte Dusche und das Brötchen wird schnell im Stehen verschlungen. Sonst fährt einem die S-Bahn vor der Nase weg. Sitzt man endlich im Büro, ist man eigentlich schon wieder reif für die erste Pause. Wie soll man jetzt Leistung bringen?

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