Monat: Dezember 2017

Jahrescharts: Die Alben des Jahres 2017 | TONSPION

Jedes Jahr küren wir in der Redaktion unsere Alben des Jahres 2017. Hier sind unsere Top 50 Alben mit einer echten Überraschung an der Spitze.

Genauso bunt wie unsere Redaktion, ist auch das Ergebnis unserer jährlichen Abstimmung zum Album des Jahres.

Und das ist dieses Jahr überraschenderweise „Pure Comedy“ von Father John Misty, der auf seinem Album den aktuellen Zustand der Welt treffend kommentiert. 

Knapp dahinter ebenfalls ein eher nachdenkliches Werk von Casper, der sich mit „Lang Lebe Der Tod“ von seiner Rolle als Posterboy des deutschen Sprechgesang verabschiedet und sich stattdessen als ernstzunehmender Künstler etabliert hat.

Und auf Platz 3 das vielleicht ausgefeilteste Album des Jahres vom sympathischen isländischen Popstar Asgeir. Auch live ein echtes Klangerlebnis.

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LESELISTE 2017 – DIE TIPPS DER CHEFREDAKTEUR_INNEN

LESELISTE 2017 – DIE TIPPS DER CHEFREDAKTEUR_INNEN

Ich habe mir zum Jahresabschluss eine hübsche Idee eines New York Times-Kolumnisten ausgeborgt. Er hat die Redaktionsleiter wichtiger US-Medien gefragt, welche Geschichte aus ihrem Medium man zum Jahresende nochmal lesen sollte. Entstanden ist so eine wirklich interessante Liste – siehe unten.

Aber es ist natürlich eine US-amerikanische Sammlung.
Deshalb habe ich diese Woche die ChefredakteurInnen von österreichischenTageszeitungen und Magazinen um die Geschichten aus ihren Medien gebeten, die man „dieses Jahr gelesen haben sollte“.

Die einzigen Bedingungen waren: Pro Zeitung nur ein Text und alle Artikel sollten im Netz frei zugänglich sein. Und das ist das Ergebnis (chronologisch nach Erscheinen gereiht):

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Best Albums 2017

50. Zola Jesus – Okovi

[darkwave / best tracks: “Siphon”, “Witness”, “Wiseblood”]

49. The War On Drugs – A Deeper Understanding

[indie rock / best tracks: “Holding On”, “Up All Night”, “Nothing To Find”]

48. Vagabon – Infinite Worlds

[indie rock / best tracks: “Fear & Force”, “Cold Apartment”, “Alive And A Well”]

47. The xx – I See You

[indietronica / best tracks: “Say Something Loving”, “On Hold”, “Dangerous”]

46. Moses Sumney – Aromanticism

[art pop / best tracks: “Doomed”, “Quarrel”, “Make Out In My Car”]

45. St. Vincent – MASSEDUCTION

[art pop / best tracks: “Hang On Me”, “Pills”, “Masseduction”]

44. Sabrina Claudio – About Time

[alternative R&B / best tracks: “Frozen”, “Unravel Me”, “Wanna Know”]

43. Alt-J – Relaxer

[indie rock / best tracks: “3WW”, “Pleader”, “In Cold Blood”]

42. Katy Perry – Witness

[pop / best tracks: “Pendulum”, “Swish Swish (feat. Nicki Minaj)”, “Hey Hey Hey”]

41. Susanne Sundfør – Music For People In Trouble

[art pop / best tracks: “Reincarnation”, “Undercover”, “Good Luck Bad Luck”]

40. Sufjan Stevens, Bryce Dessner, Nico Muhly & James McAlister – Planetarium

[art pop / best tracks: “Neptune”, “Mercury”, “Jupiter”]

 

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Street Photography: Meine 8 goldenen Regeln

 
 
Hier kommt der dritte uns letzte Teil der kleinen Gastbeitragsreihe von Feyzi Demirel über Streetfotografie. Hier geht es zu Teil 1 und Teil 2. Solltet Ihr Interesse an Feyzis Bildband haben, so schaut mal den folgenden Link an. Der Gutscheincode funktioniert momentan auch noch.Link zum Bildband Istanbul’um: https://feyzidemirel.com/produkt/bildband-istanbulum
Mit folgendem Gutscheincode gibt es einen Rabatt von 6€ für Istanbul’um: paddy

Im vorerst letzten Beitrag der Serie geht es um meine goldenen Regeln der Street Photography. Diese Regeln beruhen auf meiner jahrelangen Erfahrung in diesem Genre und ich versuche mich so gut wie möglich an diese zu halten. Für mich funktionieren die nun folgenden Punkte ganz gut, natürlich sind sie nicht allgemeingültig und ihr solltet schauen, wie gut sie am Ende auch zu euch passen.

1. Lernt von den Street-Größen

Trial and Error funktioniert häufiger im Leben als man glaubt. Aber es gibt effizientere Wege zum Erfolg zu kommen. In der Fotografie ist der wohl beste Weg zu einem besseren Fotografen das Studium der Meister und ihrer Fotos bzw. Bildbände. So häufig wie es geht versuche ich die Fotos von Henri Cartier Bresson, Robert Frank, Alex Webb etc. zu analysieren, nicht nur auf der Suche nach Inspiration, sondern auch um zu verstehen, wie sie es schaffen konnten einzigartige Momente einzufangen oder exzellente Kompositionen zu kreieren. Und nicht falsch verstehen, es geht ums Verstehen und Lernen, nicht ums Kopieren. Jeder Street Fotograf sollte meines Erachtens versuchen seinen eigenen Stil zu entwickeln.

Istanbul /Sirkeci-Kadiköy - 2015

Istanbul /Sirkeci-Kadiköy – 2015

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Alexa, was bringt die Zukunft?

Von Walter Gröbchen

 
  • Maschinenraum
  • Es soll Menschen geben, die es nicht „smart“, sondern eher beängstigend finden, mit künstlich intelligenten Assistenten zu parlieren.

Ich mag Ihnen als alter, konservativer Zausel erscheinen – aber bislang sind mir Alexa & Co., die neuen Spielgefährtinnen technikbegeisterter Buben jedes Alters, nichts ins Haus gekommen. Eigentlich absurd: Denn gerade als einschlägig interessierter Journalist hätte ich unter den Ersten zu sein, die sich mit leuchtenden Augen den zunehmend in Mode kommenden digitalen Sprachassistenten zuwenden. Eventuell liegen sie demnächst auch bei Ihnen unterm Weihnachtsbaum – in Form harmlos aussehender Drahtlos-Lautsprecher. Die Kinder werden begeistert sein.

Nun, ich gestehe: Schon auf meinem iPhone habe ich Siri nicht aktiviert – jenes mit künstlicher Intelligenz ausgestattete, sprachbegabte Geisterwesen, das einem jeden Wunsch von den Lippen abliest. Sprichwörtlich. Denn man kann sich mit Siri und ihren dem Handy entwachsenen Artgenossinnen und Genossen unterhalten wie mit einem Menschen. Fast. Sofern man bei gängigen Themen wie dem Wetter oder dem Busfahrplan bleibt. Und keine politische Debatte anstimmt. Dennoch: Die nach Humanoiden müffelnden Tischnachbarn im Wirtshaus wirken vergleichsweise wortkarg. Die künstlichen Stimmen dagegen plappern auf Zuruf verlässlich und immerzu frischfröhlich los.